Startseite
Wer wir sind
Wem wir helfen
Was kannst du tun
Wer uns hilft
Über Nepal
Spendenkonto
Chronik 

Flyer / Plakat
Seitenstruktur

 
 

| Impressum| Gästebuch | Kontakt |

Erdbeben am 18.9.2011 in Sikkim / Indien  (Link1)

(Earthquake-Report - Update 23.9.2011)

Am vergangenen Sonntag, 18.9.2011, trafen gegen Mittag MESZ in rascher Folge Emails aus Nepal bei mir ein. Von Freunden in Nepal, Mitarbeitern der von uns in Nepal unterstützten Rettungshundestaffel, dem Erdbebenticker der Europäischen Erdbebenzentrale – ein mittelschweres Beben der Stärke 6,8 war bis nach Zentralnepal zu spüren, schreckte die Einwohner der Hauptstadt Kathmandu auf und verursachte insbesondere in Ostnepal viele Schäden. In den Heimatdöfern einiger unserer Mitarbeiter stürzten diverse Gebäude ein. Es gab alleine in dieser Region etliche Verletzte und einen Toten.

Die Onlinepresse in Nepal benannte direkt nach dem Beben in ständig aktualisierten Nachrichten die Todesopfer, die es in Kathmandu, Ost- und Zentralnepal zu beklagen gab. Die Nachbarregion Sikkim/Indien, wo das Epizentrum lag, war weit schlimmer betroffen. Insgesamt sind über 80 Tote zu beklagen, die meisten in den nordöstlichen Provinzen Indiens. Bislang (Stand 25.9.11) konnten die indischen Rettungskräfte, die beim Vordringen in die betroffenen Regionen von unzähligen Erdrutschen behindert wurden, die die Straße blockierten, noch nicht in alle abgelegenen Dörfer vordringen; man vermutet dort unter eingestürzten Gebäuden immer noch Verschüttete.
Gott sei Dank ging dieses Beben aber noch halbwegs glimpflich aus, da es hauptsächlich eine dünn besiedelte Region traf. Nicht auszudenken, wäre das Epizentrum weiter westlich gelegen. Und genau dort bauen sich derzeit unglaubliche seismische Spannungen auf. Das nächste Beben steht vor der Tür – es wird kommen, die Frage ist nur wann. Rein statistisch gesehen ist diese Beben längst überfällig.
Alle Experten sind sich einig, dass die Schäden schwerer sein werden als die des Haiti-Bebens 2010. Nach der eigentlichen Katastrophe wird die logistische Katastrophe folgen, denn Nepal ist jetzt schon ein sehr unzugängliches Land; nach einem schweren Beben rechnet man mit hunderttausenden Toten und flächendeckenden Zerstörungen, ungezählten Verletzten und Obdachlosen. Der einzige internationale Flughafen in Nepal gilt auch so schon als einer der gefährlichsten der Welt und wäre dann das einzige Tor für sämtliche internationale Hilfsmannschaften und -lieferungen. Nicht auszudenken, fiele er aus.

Für uns als Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Rettungshunde für Nepal e.V. war das Beben vom Sonntag ein Warnschuss vor den Bug. Uns läuft die Zeit davon.
Mit unserer Unterstützung ist in den letzten 3 Jahren wieder eine Rettungshundestaffel in Nepal entstanden. Wir haben dort mittlerweile die ersten 6 einsatzfähigen Rettungshundeteams seit über 15 Jahren ausgebildet, die für die Vermissten- und Verschüttetensuche zur Verfügung stehen. Die Staffel wurde zum einzigen Ausbildungszentrum für Rettungshundeteams in Nepal weiter entwickelt.
Aber die Einsatzfähigkeit unserer Mannschaft ist noch begrenzt. Es fehlt notwendiges Equipment, angefangen von Sicherheitsschuhen über hochgebirgstaugliche Kleidung bis zu Zelten und Schlafsäcken und einfachem Bergungswerkzeug. Wir brauchen dringend ein Fahrzeug und müssen einen Notfallfonds für Einsätze aufbauen, damit im Katastrophenfalls sofort Geld für Helikoptermiete und Kerosin zur Verfügung steht. Neben all dem stehen außerdem die laufenden Kosten für den Unterhalt der Staffel.

Als kleiner Verein stehen wir damit vor einer riesigen Aufgabe, die wir nur mit Hilfe von Spenden, Paten, Fördermitgliedern und Sponsoren bewerkstelligen können. Das Ausbilden von Rettungshunden ist dabei noch der einfachste Teil. Wir müssen es einfach schaffen, die Staffel voll einsatzfähig zu bekommen, bevor das Große Beben kommt. Hilfe aus dem Ausland wird dann in jedem Falle zu spät kommen. Das Wichtigste sind Hilfsmannschaften direkt vor Ort. Prävention ist effektiver als jede noch so gut gemeinte Spendenbereitschaft, wenn es erst zu spät ist!

Wir freuen uns über jede Unterstützung!


Daniela Neika

1. Vorsitzende von Rettungshunde für Nepal e.V

 

 

 

 

   © 2009 by D. Neika