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Rettungshunde-Seminar am 11. Juni 2011:Freiverweiser – Die GrundlagenDer Freiverweis als Anzeigeform ist wohl die älteste, in den deutschsprachigen Ländern aber sicherlich die unbekannteste Methode, mit der ein Rettungshund seinen Fund meldet. In den angelsächsischen Ländern rund um den Erdball ist der Freiverweis hingegen die gängige Anzeige in der Flächensuche. Vor mittlerweile gut zehn Jahren begann die Referentin, erstmalig einen Hund vom Verbeller auf den Freiverweis umzustellen. Das Ausbildungskonzept musste anfangs neu erarbeitet und auf den Charakter des Hundes zugeschnitten werden; dabei entstanden natürlich auch Probleme, für die eine Lösung zu finden war. Bei weiteren Recherchen stellte sie fest, dass sie und ihr Team das Rad neu erfunden hatten: Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurde in Deutschland auf ähnliche Weise gearbeitet, und in den USA und vielen anderen Ländern ist der Freiverweis als Anzeigeform sogar üblich – auch hier unterscheiden sich die Ausbildungsmethoden nur in Details. Ermutigt von den Erfolgen, begann sie auch einen zweiten Hund (und später noch weitere) mit völlig anderer Problemstellung umzustellen und die ersten Hunde auch von Anfang an zum Freiverweiser auszubilden – auch sie sprachen auf die Methoden schnell und regelrecht begeistert an. Mittlerweile sind wir der Meinung, dass diese Anzeigeform der Natur der meisten Hunde sehr entgegenkommt und dementsprechend schnell erlernt wird; für den Flächensuchhund stellt der Freiverweis eine echte Alternative zum Verbellen dar, ohne den Hund mit einer zu umfangreichen Handlungskette zu belasten. Ermutigt von anderen Rettungsführern und –ausbildern, die von unseren Erfahrungen mit dem Freiverweis lernen wollen, bieten wir in Form eines kleinen Seminars unser Wissen der Allgemeinheit an. Wir hoffen, dass wir damit die Ausbilder ermuntern können, diesen Weg nicht nur bei bestimmten „Problemfällen“, sondern vor allem bei besonders talentierten Hunden einzuschlagen. Ganz besonders wünschen wir uns, den Hundeführern, die bereits auf den Freiverweis umgestellt haben, bei etwaigen Problemen helfen und vielleicht noch offene Fragen beantworten zu können. Ein Seminar dieser Form soll dazu dienen, sich neue Ideen zu holen und auf die eigenen Bedürfnisse und Einzelfälle umzusetzen. Wir stellen unsere Methoden nicht als allein selig machend dar – wenn Ihr Euch ein paar Rosinen rauspicken könnt, ist der Zweck dieses Seminars erfüllt! Der Reinerlös dieses Seminars kommt dem Aufbau der Rettungshundearbeit in Nepal zu Gute. Ausrichter des Seminars ist Rettungshunde für Nepal e.V.. Die Seminarleitung: Daniela Neika ist seit 1987 in der Rettungshundearbeit aktiv, war 11 Jahre lang Rettungshundeprüferin der JUH und ist langjährige Prüferin der BAG-RHV. Sie war lange Zeit die Ausbildungsleiterin einer JUH-Rettungshundestaffel. Sie war von 2005- 2010 Ausbilderin und Rettungshundeführerin in einer ASB-Staffel. Daniela ist seit 2005 als Rettungshundeprüferin des ASB aktiv. Sie führte selbst insgesamt vier Rettungshunde in Fläche und Trümmer. Derzeit bietet sie als freie Ausbilderin ihr Wissen und Können allen interessierten Rettungshundeteams im Zuge von Seminaren und Fortbildungen an und engagiert sich für die Ausbildung von Rettungshunden in Nepal. Als Co-Ausbilderinnen konnten wir für dieses Seminar Katrin Kolbe, Dr. Renate Schaal und Cordula Post gewinnen. Mitglieder des Vereins Rettungshunde für Nepal e.V. werden sowohl die organisatorische, als auch die kulinarische Seite des Seminars bestreiten.
Ablaufplan08.30 Uhr Begrüssung und Vorstellung der Teilnehmer, im Anschluss: Theoretische Aspekte des Freiverweises, Ausbildungskonzept Ca. 10.30 Uhr Fahrt ins Gelände, Hunde lösen lassen Ca. 11.00 Uhr Beginn des praktischen Teils:
(Reihenfolge kann sich je nach Bedarf ändern, abhängig vom Ausbildungsstand der teilnehmenden Hunde und der individuellen Problemstellungen; wir wollen dabei mit jedem Hund intensiv arbeiten!) gegen 13.30 Mittagspause (je nach Wetter im Gelände oder der Unterkunft) gegen 18.00 Uhr Ende des praktischen Teils, Fahrt zur Unterkunft, Nachbesprechung und Abendessen 19.30 Uhr Ende des Seminars
Unbedingt mitbringen: Wetterfeste Kleidung (wir üben bei jedem Wetter draußen), festes Schuhwerk, saubere Schuhe für die Unterkunft, Impfpass des Hundes mit gültigem Komplettimpfschutz, Bescheinigung über Hundehaftpflichtversicherung, Wassernapf und Decke für den Hund, Tüten für die Beseitigung von Hundekot, lange Führleine (2-5 m), leicht zu lösendes Halsband, Kenndecke oder Geschirr mit Ring f. Leine, Belohnung für den Hund (Leckerchen, z.B. Würstchen oder Käsestücke und ggf. Lieblingsspielzeug), Schreibzeug und die Notizen mit den Fragen, die Ihr jetzt schon habt, ggf. Prüfungsordnung des eigenen Verbandes. TeilnahmebedingungenVor der Teilnahme am Seminar ist mit der eigenen Staffelführung bzw. dem Ausbilder abzuklären, ob der Hund im Freiverweis gearbeitet werden darf. Falls weiterhin eine andere Anzeigeform ausgebildet wird, kann es sonst nach der Teilnahme am Seminar zu schwierigen Ausbildungssituationen kommen und der Hund völlig verwirrt werden! Die jeweiligen Verbände schreiben in ihren Prüfungsordnungen unterschiedliche Anzeigeverfahren vor. Vor Antritt des Seminars ist abzuklären, ob und in welcher Form der Freiverweis durchgeführt werden darf. Läufige Hündinnen können ebenfalls mitarbeiten, allerdings nur nach Rücksprache mit den anwesenden Rüden-Besitzern (Gelände- und Gruppenaufteilung, Reihenfolge etc.). Sie sind abseits auszuführen und sicher und tierschutzgerecht unterzubringen. Hunde, die unkontrolliert wildern, können nicht am Seminar teilnehmen. Kranke, verletzte oder trächtige Hunde sind von der Arbeit ausgeschlossen. Hunde mit ansteckenden Krankheiten dürfen nicht mitgebracht werden! Pro Teilnehmer kann nur ein Hund am Seminar teilnehmen. Die Hunde müssen so geführt und verwahrt werden, dass von ihnen keine Gefahr für andere Tiere oder Menschen ausgeht. Schäden, die durch den eigenen Hund verursacht werden, sind umgehend zu melden! Die Teilnahme am Seminar erfolgt auf eigene Gefahr! Die Seminarveranstalter oder die Geländeeigentümer können im Schadensfall oder bei Ersatzansprüchen Dritter nicht in Anspruch genommen werden! Der Abschluß einer privaten Unfallversicherung bzw. der Nachweis eines entsprechenden Versicherungsschutzes über die eigene Rettungs(hunde)organisation ist zu empfehlen!
Die Teilnahmegebühr für das Seminar incl. Verpflegung (Frühstücksimbiß, Mittagessen, Abendessen – Kaltgetränke werden zum Selbstkostenpreis gestellt), Skript und Bescheinigung beträgt pro Person 60,- Euro. Das Geld ist vor der Anreise auf das in der Anmeldebestätigung genannte Konto zu überweisen. Sollte der Teilnehmer nicht am Seminar teilnehmen können, kann das Geld nur zurückerstattet werden, wenn die Abmeldung bis zum 5. Juni 2011 bei uns eingegangen ist (schriftlich, per fax oder E-mail). Die Nennung eines Ersatzteilnehmers ist andernfalls möglich. Anmeldeschluß ist der 3. Juni 2011. Rückfragen bitte an Daniela Neika, eMail freunde@rettungshunde-nepal.de . Bitte für jeden Teilnehmer ein eigenes
Formular ausfüllen (das geht auch am PC mit der Tab-Funktion) und
persönlich unterschreiben. Wir können
wegen der Haftungsausschlusserklärung nur Anmeldungen mit der
Original-Unterschrift akzeptieren. Die Formulare daher bitte
per Post senden an:
Rettungshunde für
Nepal e.V.
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© 2009 by D. Neika
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